I.8

Allein im tiefen Staat

 

Das Vestibül vor meiner Tür ist Teil einer weitläufigen Galerie, die eine riesige Halle umrundet, aus der, hier und gegenüber, zwei breite Steintreppen heraufführen, in mattem, von hoch oben durch eine Glaskuppel einfallendem Tageslicht.
Nirgendwo jemand zu sehen. All die hohen alten Holztüren, die von der Galerie abgehen, sind geschlossen. Und nichts ist zu hören ausser, sehr gedämpft, von da und dort ein monotones Klappern. Mechanische Schreibmaschinen. Die werden hier noch viel benutzt, trotz all der Computer, die in jedem Büro zwar da sind, doch wegen der unzuverlässigen Stromversorgung allzu oft nicht funktionieren.
Die mangelhafte Elektrik, dieses Hauptproblem der Andrianen – das übrigens auf den entlegeneren Inseln des Archipels niemanden groß kümmert –, ist auch hier auf Andria, der Hauptinsel, bis heute ungelöst geblieben. Erschwerend kommt jene Anomalie hinzu, die das hiesige Schwingungsspektrum betrifft. Sie bewirkt, dass auch wenn es Strom gibt, dann noch keineswegs Gewähr ist für das Funktionieren der Drahtlos-Übertragung. Was Leuten von auswärts immer wieder Anlass ist, sich empört über die Rückständigkeit der Andrianer zu beklagen. Das gibt’s doch nicht!, so hört man dauernd. Die hiesigen Frequenzen nicht stabil genug für digitalisierte Funkverbindungen? Das kann doch nur ein Märchen sein!

Um mich zu sammeln, gehe ich kurz auf Abstand; zoome mich aus der unmittelbaren Umgebung heraus, bis ich den Schauplatz als Panorama vor mir habe: diesen sogenannten Regierungspalast, der, so wie das Nationalmuseum, ein ähnlicher Kasten vis-a-vis, riesig und düster, jener Ära entstammt, in der den Andrianen wechselweise von Spaniern, Franzosen und Briten europäische Kultur aufgeprägt wurde. Bis zur sogenannten Unabhängigkeit in den 1960ern, als im Verlauf des Kalten Krieges die Hauptinsel zu einem Stützpunkt der amerikanischen Kriegsflotte wurde. Während nun inzwischen „wir“ – nicht offiziell natürlich, de facto aber – die „Regierung“ übernommen haben.

Ich zoome zurück in das schummrige Vestibül, wo auch weiterhin nichts als das leise Geklapper der Schreibmaschinen zu hören ist.
Was fange ich mit den Praktikanten an? Wenn solche jungen Leute aus den Wohlstandsländern kommen, dann sind sie so an das permanente Auf-Linie- beziehungsweise Online-Sein gewöhnt, dass sie hier, wo sie höchstens stundenweise Netz haben, natürlich erstmal die Wände hochgehen.
Lemm steht das durch, nehme ich an. Doch diese Monalisa? Eher nicht. Denn ihr overdrive ist ganz klar eine Entzugserscheinung. Falls sie’s aber doch durchsteht, muss ich dafür sorgen, dass sie in eine andere Abteilung kommt; zum Beispiel denen drüben in der Counter-Intelligence das Leben schwer macht, genauer gesagt: dem Rivera in die Arbeit pfuscht. – O je, genau so würde Paley denken. So denkt man in diesem Hause. So denke nun auch ich schon –.
Ich muss hier raus!
Brains. Der Interpol-Detektiv. Dass man den nicht einfach wie eine x-beliebige Person suchen und finden kann, weiss Paley ganz genau. Entweder ist Brains – falls er wirklich in Babaal ist – wegen mir hier: dann wird er mich finden; oder er ist wegen etwas hier, das nichts mit mir zu tun hat: dann kann ich lange suchen, und das hiesse: nicht leisten können, was Paley von mir erwartet. Womit dieser einen Grund hätte, meine „Entwicklung zu fördern“, wie es im Jargon des Hauses heisst, oder auch: mir „Gelegenheit zu bieten, mich auf einem anderen Tätigkeitsfeld angemessener einzubringen“, kurz gesagt: mich kaltzustellen. Was mir ja egal sein könnte, da ich sowieso hier raus will, mir aber trotzdem zuwider wäre, weil ich doch stark das professionelle Ethos in mit vorhanden fühle.
Jedenfalls habe ich diese Sache als einen Test zu betrachten, besser gesagt: auch diese Sache, denn allmählich kommt mir hier alles wie ein Test vor. Dass ich demnächst Brains begegne, muss also sein; und falls er bis jetzt noch wegen etwas hier ist, das nichts mit mir zu tun hat, ist dafür zu sorgen, dass ich baldigst was damit zu tun bekomme. Sonst wird er mich nicht aufsuchen und also ich ihn auch nicht finden.
Wann immer ich an Brains denke, fällt mir unweigerlich Bangor ein, wo ich ihn einst kennengelernt habe; als er da anfing, in jenem Fall von Liebestod zu ermitteln. Weshalb ich ungern an Brains oder an Bangor denke; stets nämlich berührt mich das Thema Liebestod sehr unangenehm. Dass ich mit diesem alten, juristisch längst verjährten Fall etwas zu tun habe, ahne ich – sonst würde Brains nicht jedesmal, wenn sich unsere Wege kreuzen, die Rede darauf bringen –, doch was ich damit zu tun habe, will ich durchaus gar nicht erfahren. Insofern bin ich auf Begegnungen mit Brains nicht gerade scharf, auch wenn die mir in der Regel interessante, manchmal wegweisende Informationen bescheren. Gewöhnlich endet unser Austausch mit dem Deal, dass ich ihm irgend ein entscheidendes Detail verrate und er mich dafür mit gewissen Details verschont, solchen nämlich, die mir meine Rolle im Falle Liebestod erhellen würden.
Bangor … Bangor! Das Stichwort! Zu dem, an was ich mich unbedingt erinnern wollte … Von dort kam ich, als ich vorhin diese Treppe heraufkam …
Ich starre in die dämmrige Halle hinunter. Wenn ich dahin zurück müsste? Keine Chance; ein viel zu komplizierter Weg. Erinnere mich nur noch an diesen schönen stillen Innenhof, der mir so bekannt vorkam. Weil ich genau von dort aus einmal ins sogenannte Telesterion geraten bin.
Jedoch die Kellertreppe, die ich da heraufkam, war mir neu. So wie ich auch diese Gewölbe da unten nicht kannte, diese Untergrund-Verbindung zum alten Flyshwerk. Durch jene Eisentür, die früher so hochmysteriös, vorhin aber nur etwas schwergängig war; und dort wieder Treppen. Die hinauf, und schon wäre ich wieder wie auf der anderen Seite, in Bangor –
Moment! Nein! Sah nur so aus wie Bangor, war es aber nicht – dieses Bangor war Bangot!
Jetzt habe ich alles wieder vor mir: das ursprüngliche Flyshwerk als Museum, die seltsame Führung, das mir unsichtbare Virtuelle, die Leute, die mich so befremdeten, das Steampunk-Ambiente … Und Flyrie! Der nicht, wie verabredet, erschienen war.
Und da fällt mir auch die Japanerin wieder ein. Die mir dort im Carlton aus dem Labyrinth herausgeholfen hat. Genau das, so wird mir klar, habe ich für Flyrie zu leisten. Dass er mir zur Hilfe in Bangot sei, war mal wieder falsch gedacht. Und da klopft mir plötzlich arg das Herz. Ich muss ja befürchten, er hängt da noch fest und schlägt sich mit autonomen Systemen herum. Die ihn womöglich zu töten versuchen. Schnellstens, heisst das, muss ich wieder nach Bangot, um ihn da rauszuholen. Aber wie? Wie jenen unterirdischen Gang, wie jene spezielle Kellertreppe wiederfinden? Ich muss in jenen Patio, ins Telesterion zurück. Doch wenn ich diesen Patio auch kenne, so habe ich doch keine Ahnung, wo er ist, wie man hineinkommt. So etwas wie das Telesterion findet man ja nicht einfach auf dem Stadtplan. Man müsste jemanden kennen, der weiss, dass es hier in Babaal so etwas gibt, und was ein Telesterion überhaupt ist. Ob Rivera es weiss? Oder jemanden kennt, den man fragen könnte?

Ein wenig hoffe ich, als ich aus dem Vestibül erneut durch diese Tür eintrete, hier nicht das chaotische Büro wieder vorzufinden, sondern das Studierzimmer, das Gegenbild zum Chaos: gediegen, klar und aufgeräumt.
Leider hat sich nichts verändert.
Könnte es nicht aber, von diesem Chaos nur verdeckt, doch das Studierzimmer sein? Gerade weil das Gediegene und das Klare hier völlig fehlen …
Ich versuche das Chaos wie etwas mir ganz neues zu betrachten.
Zwar steht da eine alte Schreibmaschine, doch meine gute alte Tippa ist das nicht. Auch das Sofa ist nicht dasselbe wie im Studierzimmer; aber immerhin, es ist da. Sehe auch nirgends den Spiegel; auch nichts, was symbolisch für einen Spiegel stehen könnte. Und auch die steinerne Schale mit dem Zigarrenstummel fehlt. Ganz zu schweigen von den fünf Objekten: das Wappen der Royalisten, der historische Säbel, das Sitting Bull-Portrait, die Maske, das Renaissance-Gemälde – sie fehlen allesamt. Statt des Gemäldes hängt eine Karte des Andrianischen Archipels überm Sofa. Auch dieses Sofa übrigens wirkt einladend.
Die Regalwand, die im Studierzimmer aus Büchern besteht, ist hier bis auf die letzte Lücke mit Aktenordnern gefüllt. Was sich überall stapelt, sind Zeitschriften und Broschüren, Landkarten, Tabellen, Memoranden, Skripten, Notizblätter; und sämtliche Bücher erweisen sich bei näherem Hinsehen ausnahmslos als Nachschlagewerke, Lexika, Almanache und dergleichen. Ich staune. Keine sonstigen, keine literarischen Bücher? Keine. Da ist nicht einmal Livermore’s Standardwerk über Andria. Ich bräuchte ein Exemplar davon für Lemm …
Nicht mal ein Buch? Das gibt’s doch nicht! Ist eigentlich unmöglich.
Leider habe ich zum Weitersuchen nicht die Muße, die Zeit drängt.
2014 haben wir laut Paley, und das kann ich ihm ausnahmsweise glauben.
Dass ich hier nicht im Jahr 2020 bin, ist ja an sich nichts besonderes; doch dass wir 2014 schreiben, ausgerechnet das Jahr, das ist interessant. Das Jahr, in dem Schells Bureau im Internet erschien. Zu Weihnachten. Als ich auf Kuba war. In Havanna. Wo das Netz damals noch in den Anfängen steckte, so schwach entwickelt wie es zur Zeit auch hier in Babaal noch ist.
Wie ich ja sehe, herrschte also damals, 2014, dieses Chaos in meinem Büro; und das laut Paley schon seit Jahren. Da hat er einfach recht: hier muss endlich aufgeräumt werden. Doch erstens: wo anfangen? Zweitens: ist es sowieso nicht zu schaffen. Und drittens: zu nichts habe ich weniger Lust. Und da gähne ich schon und weiss, ohnehin wird sich in mir gleich der „Mann auf der Flucht“ durchsetzen und mich in Richtung Sofa dirigieren. Und nachher werde ich einfach Paley’s Ratschlag befolgen und mir einen Schredder besorgen. Das ist die einzig realistische Lösung. Das mache ich morgen mit Lemm, schreddern – und dann auch gleich den Inhalt all dieser Aktenordner. Damit er dieses ganze Zeug gar nicht erst zu digitalisieren braucht.
Den armen Lemm zum Bücherlesen zu verdonnern, welch ein Blödsinn! Lieber mache ich ihn erstmal mit Babaal bekannt. Da er ja nun schon mal hier ist, wäre es am sinnvollsten, ihn als meinen Nachfolger zu betrachten. Und dann kann’s doch nur noch ums Wesentliche gehen, denn uns bleibt nicht viel Zeit; und das Wesentliche ist, dass er die Real-Technik begreift. Im Prinzip wenigstens. Und sobald der Junge verlässlich auf seinen eigenen Beinen steht, lasse ich diesen Schauplatz hinter mir. Um weiter zu versuchen, auf die nächste Ebene zu kommen; es konsequenter zu versuchen als bisher: Das Reich zu begreifen.
Da höre ich vom Fenster her Geflatter. Eine Brieftaube ist hereingeflogen und auf dem Schreibtisch gelandet. Kann nur Rivera sein, von dem sie Botschaft bringt. Die Counter-Intelligence gibt sich traditionell altmodisch, und speziell Rivera nutzt gern die älteren Wege der Kommunikation.
Lower your profile!
Eine Warnung.

Wir sollen, auch wenn das nirgendwo geschrieben steht, zu den Kollegen der Counter-Intelligence möglichst Abstand halten; was begreiflich ist, arbeitet doch diese besondere Abteilung irgendwie gegen alle anderen Abteilungen; irgendwie, denn so recht weiss niemand, wie. Insofern stellt sie für uns Nichteingeweihten eine latente Bedrohung dar. Was im einzelnen die Counter-Leute treiben, wer bei ihnen das Sagen hat, ob die Mittel, die sie zur Verfügung haben, wirklich unbegrenzt sind, wie man munkelt, über all das lässt sich nur spekulieren. Worum sie jedenfalls beneidet werden, ist das Privileg, dass sie nichts erklären, nichts begründen müssen, da sie Rechenschaft anscheinend, wenn überhaupt, nur ganz oben abzulegen haben. Man kann so sagen: Was im Staat der „tiefe Staat“ ist, ist wiederum im tiefen Staat die Counter-Intelligence.
Weil ich aber nun einmal mit dem Counter-Mann Rivera schon seit vielen Jahren gut bekannt, ja befreundet bin und mein Spielraum, was die im Regierungspalast herrschenden Gepflogenheiten angeht, zwar eng, doch durchaus vorhanden ist, setze ich mich, wann immer es mir, oder ihm, angezeigt erscheint, über das Abstandsgebot hinweg, um mit ihm, wie wir es nennen, „eine Runde zu drehen“.
Stets hält Rivera, wenn wir unterwegs sind, Ausschau; nach Gesichtern, Konstellationen, Hinweisen auf die atmosphärischen Verhältnisse; Ausschau nach allem möglichen, nicht zuletzt auch in den Läden voller „Trödel“, die’s in Babaal so reichlich gibt: nach alten Büchern, seltenen Instrumenten, nach Kryptotabellen und Wegskizzen; nach Kram aus angeblicher Piratenbeute, Siegelringen und Münzen, Kultobjekten und Artefakten aus dem Outer-Space-Untergrund; sowie nach Trickvorrichtungen, Illusionsbrillen, Funkgeräten und anderem Low-Tech-Plunder. Ständig kauft und verkauft er solches Zeug, und klar geht’s ihm nicht eigentlich um diese Gegenstände, vielmehr ums Tauschgeschäft und die damit einhergehenden Schwätzchen mit all den dubiosen Händlern. Kurz, mit Rivera eine Runde zu drehen, macht Spaß.

Lower your profile! … Vor was will er mich warnen? Gibt’s vielleicht etwas, das ich ohne es zu bemerken ausgeplaudert habe? Oder das ich versehentlich noch ausplaudern könnte? Das System ist gelenkig und reagiert schnell. Jederzeit – in diesem Moment – kann sich die Gesetzeslage ändern, zum Beispiel dergestalt, dass der unverdächtigste Status plötzlich der verdächtigste ist. Und sich dann mit dem Argument zu rechtfertigen, dass man ja nun mal naiv sei, wäre einzig sinnvoll, wenn man nur noch in einem Schuldbekenntnis die Chance sieht, sich aus der Affäre zu ziehen. Wenn man allerdings glaubt, das Eingeständnis der Naivität müsse doch, wie die Naivität selbst, die Schuldfähigkeit mindern, ist man wirklich naiv. Und so wiederum könnte sich doch das naive Eingeständnis der Naivität als das blaue Auge erweisen, mit dem man eventuell davonkommt. Alles in allem hängt es letztlich davon ab, wie nachlässig oder human der entsprechende Algorithmus programmiert ist; genauer gesagt: wieviel an Spuren von Nachlässigkeit oder Humanität in der Selbstprogrammierung noch enthalten sind. Womit nur angedeutet sein soll, dass es nicht ganz leicht ist, im tiefen Staat auf Dauer zu bestehen.

Lower your profile … Hat sich etwa mein Profil in letzter Zeit erhöht? Könnte sein; denn dass ich davon nichts bemerkt habe, bedeutet gar nichts. Unwahrscheinlich jedenfalls, dass Rivera mich grundlos einfach nervös zu machen versucht. Er weiss, dass ich das low profile immer für eine gute Strategie gehalten habe.
Ich gähne – und finde, in speziell diesem Zusammenhang kann ein Schläfchen nicht schaden; und mache mich also low, indem ich mich auf dem Sofa ausstrecke.

Ich bin am Suchen, träume ich; suchend nach den Gegenständen, die zum Studierzimmer gehören, aber in verschiedenen Versionen auch in jedem der fünf alten Refugien vorhanden sind: Schreibmaschine, Spiegel, Aschenbecher. Denn dieses Chaos-Büro ist in Wahrheit, so scheine ich zu glauben, Refugium Nr. 6, das Studierzimmer, nur in unaufgeräumtem oder: getarntem Zustand.
Den Spiegel finde ich nicht, dafür, als ich am Schreibtisch eine Schublade aufziehe, von der ich bis dato gar nichts wusste, ein Buch, und zwar des Dante Alighieri Divina Commedia. – Oh. Ja das, das wollte ich immer schon mal lesen. Aber im Original? Italienisch kann ich leider nicht. Und sowieso habe ich mal wieder, wie immer, keine Zeit.
Sie drängt, die Zeit, immerzu. Das ist sie ja gerade: dass sie drängt. Aber auch im Traum? Denn ich träume doch … Ach so ein Traum ist das mal wieder, wo du weisst. Auch was Zeit ist. Und nachher weisst du nicht mehr, dass du weisst; wie blöd … Aber dass du’s jetzt wenigstens weisst, sei doch froh!
Ich suche weiter, und schaue endlich auch unterm Sofa nach, und da, mit stark eingestaubtem Deckel, ist sie ja: meine alte Tippa. Und dann, zur weiteren Bestätigung, dass das hier wirklich das Studierzimmer ist, entdecke ich, ganz simpel auf der Fensterbank, auch die kleine Steinschale mit dem Rest jener Zigarre, die nur von einem stammen kann, von Forty Operas. Dies unscheinbare Denkmal, denke ich, und schnuppere daran. Es stinkt genauso wie erwartet: nach Schamanen-Kraut. Konnte ihn nie wegschmeissen, diesen denkwürdigen Rest, weil ich fürchtete, dann etwas zu vergessen.
Wichtig war es, aber was nochmal? Jetzt hab ich’s doch vergessen. Dann kann’s ja nun auch endlich weg, dieses obskure Denkmal. Und damit beuge ich mich aus dem Fenster und puste den alten Stummel in den Wind.

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Der Autor

Matthias Scheel, geboren 1961 in Ostwestfalen, lebt seit 1999 in Freiburg im Breisgau

Werdegang:

  • Waldorfschüler
  • Kriegsdienstverweigerer
  • Bergsteiger
  • Student
  • Tierschutz-Aktivist
  • Möbelpacker
  • Handlanger beim Film
  • Paketzusteller
  • Schriftsteller
  • Kellner
  • Nachtportier
  • Touristenführer
  • Chauffeur
  • Schüler der Snowlion School
  • Seit 2004 Massage-Therapeut

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