I.2

Richtung Kehre

Kernstück des „alten Bureaus“ war die Erzählung, die aus den drei Romanen Golden, Ureal und Flysh bestand. Dieses als Trilogie angelegte Gebilde besteht weiterhin, setzt sich aber nicht mehr fort. Denn es ist soweit fertig, dass es jetzt in dieser neuen Version von Schells Bureau die Räume bildet, in die hinein ich Ausflüge unternehmen kann, um die Real-Technik zu erforschen bzw. sie beschreiben und handhaben zu lernen.

Die besagten drei Romane haben sich mit ihren ersten paar Kapiteln im „alten Bureau“ auf einen Punkt der Umkehrung zubewegt, haben eine Wandlung vorbereitet, und diese Wandlung hat stattgefunden, während Schells Bureau geschlossen war.

Der durch die Umkehrung vollzogene Wandel hatte den Effekt, dass nun im Vordergrund des Blogs, als sichtbarer Text, eben das läuft, was zuvor im „alten Bureau“ unsichtbar den Hintergrund gebildet hat; dass also das Erzählwerk aus Golden, Ureal und Flysh jetzt im Hintergrund läuft, als ein sozusagen „begehbares“ Gebilde im geistigen Raum (zu dem uns die Menüpunkte Bureau und Saga als Eingänge dienen).

Hier nun in Kurzform das Geschehen in Richtung Umkehrung, wie es in den drei Romanen ablief:

Golden beginnt am Nachthimmel, im Landeanflug auf Las Vegas. Die Protagonisten: Gurner Pentshak, Professor der Ägyptologie, und Manes Bent, sein Assistent. Letzterem wird gerade vom Professor mitgeteilt, dass das Institut, an dem sie arbeiten, geschlossen wird und dies ihre letzte gemeinsame Forschungsreise ist.

In Bents Unterbewusstsein ist eine umfangreiche Folge zusammenhängender Zeichen gespeichert, der sogenannte Horus-Code. Er wurde ihm in den vergangenen zwei Wochen übermittelt, als er Tag und Nacht nur noch damit beschäftigt war, Zeichnungen anzufertigen; sonderbar geometrische Gebilde, die er, weil er sie nicht verstand, für Kunst gehalten hatte.

Im Taxi nach Downtown Las Vegas wird dieser Code aktiviert, indem der Professor mittels seiner speziellen Zigarre bei Bent einen kurzen Ohnmachtsanfall auslöst. Worauf Bent sich wenig später über die plötzliche Erweiterung seiner Wahrnehmungsfähigkeit zu wundern beginnt.

Dass es vorbei sein soll mit seiner Assistenz bei Professor Pentshak, ist schmerzlich für Bent. Doch leider ist das noch nicht alles. Es werden sich in ein paar Stunden ihre Wege trennen; ab Mitternacht ist Bent auf sich allein gestellt. Und was er dann noch zu hören bekommt, bringt ihn zu der Überzeugung, dies könne alles nur geträumt sein: Was ihm bevorsteht – ein sogenanntes Happy Endless –, ist nicht abzuwenden, und überleben kann er es nur, indem er stirbt – durch angewandte Ägyptologie, wie der Professor es nennt.

Um für Bent die Chance auf eine Rettung zu erhöhen, will er ihm in der Zeit, die noch bleibt, wenigstens die wichtigsten Instruktionen erteilen. Damit Bent die verstehen kann, ist allerdings erforderlich, ihn aus seiner Überzeugung, er träume, schleunigst wieder herauszuholen …

Ureal beginnt in hellster Mittagssonne, im Landeanflug auf Lavienta, eine der Inseln des Andrianischen Archipels. Der Ich-Erzähler, der zu einem Surf-Urlaub anreist, hofft, sich hier von Anstrengungen zu erholen, von denen man lediglich erfährt, dass sie vergeblich waren. Er ist zu erschöpft, um sich auch nur Gedanken über seine aktuelle Identität zu machen; bleibt einfach im Modus Improvisation und daher namenlos. Könnte ein ausgebrannter Agent sein, welcher Art auch immer.

Er findet ein billiges Apartment, besorgt sich ein Surfbrett und ein kleines Auto und macht wochenlang nichts anderes als schlafen, surfen und am Strand herumhängen.

Dann sagt er, allmählich bekäme er wieder Lust zu schreiben – ist er also doch kein Agent, sondern Schriftsteller? Oder beides? In einem Traum hört er den Satz: Das LA-Trio wurde aktiviert. Und tags darauf kommt es überraschend zu einem Wiedersehen mit Freunden aus früheren Zeiten, Leila und Alonso. Kein Paar, eher ein Team; Drogendealer.

L wie Leila, A wie Alonso, und zusammen mit mir, so folgert der Ich-Erzähler: das LA-Trio. Zu tieferem Nachdenken kommt er nicht mehr, und ebensowenig zum Schreiben, denn die kleine Party zur Feier ihres Wiedersehens nimmt gar kein Ende mehr, da sich nämlich die alten Freunde in seinem Apartment einnisten und von nun an immerzu neue Freunde dazustoßen.

Bald scheint dieses „LA-Trio“ das ganze Partyvolk der Insel magnetisch anzuziehen. Was an der Oberfläche aussieht wie das entspannt-vergnügliche Beisammensein von netten interessanten Leuten, dreht sich, wie der Ich-Erzähler sehr wohl weiss, einzig um Berauschung, um Vergessen, und sein ungutes Gefühl dabei wird trotz der permanenten Drogenzufuhr immer größer.

Die Freunde wieder loszuwerden, gelingt ihm nicht, und dass er sich ihnen entzieht, wissen Leila und Alonso zu verhindern. Diese Party sei notwendig, so machen sie ihm klar, es ginge hier um etwas wichtiges, etwas, das ohne ihn nicht funktioniert. Ein Kurier sei unterwegs, geschickt von Geo Rey, dem mächtigsten Outlaw auf Erden, und dieser Kurier brächte etwas auf die Insel, von dem sie sagen, es sei „ein ganz besonderer Stoff“. Mehr wollen oder können sie ihm nicht verraten. So benebelt ist unser Ich-Erzähler noch nicht, als dass er das für bare Münze nimmt. Jedoch geben sie ihm zu verstehen, dass sie gezwungen wären, ihn „auszuknipsen“, falls er nicht mehr mitspielen würde. Darauf will er es nicht ankommen lassen; und muss also erkennen: Ich bin de facto ein Gefangener.

Hier gerät uns nun der Ich-Erzähler aus dem Blickfeld, und mit ihm die ganze Insel Lavienta. Wir wechseln nach Andria hinüber, auf die Hauptinsel des Andrianischen Archipels, und haben da zwei Neuankömmlinge vor uns, den Deutschen Gottfried Nolte und die schöne Trisha Percival, Amerikanerin. Sie haben sich im Flieger kennengelernt, aus Frankfurt am Main kommend, und bereits gegenseitig als Geheimagenten erkannt; und beiden stellt sich dieselbe Frage: Ist ihr Kontakt Teil der Mission? Also geplant? Ist Zusammenarbeit angesagt? Kurzum, sie müssen sich erst einmal näher beschnuppern. Ausserdem ist gerade Heiligabend, und was liegt näher, als den gemeinsam zu verbringen? Schnitt.

Wir sind wieder auf Lavienta:

Der Ich-Erzähler, sich nun bewusst, dass ihn die Dauerparty mit Leila und Alonso in einer Gefangenschaft hält, beschliesst anzuerkennen, dass dem ein Sinn zugrunde liegt, ein Plan, der für ihn eine bestimmte Rolle vorsieht. Da er weder weiss, worin diese Rolle, noch worin das Ziel des Plans besteht – ihm also alles fehlt, um die Sache zu entschlüsseln –, trifft er die einzig ihm noch mögliche Entscheidung, die nämlich, seinen klaren Kopf zurückzugewinnen. Er setzt jeglicher Aufnahme von berauschenden Substanzen ad hoc ein Ende. Schnitt.

Und wieder auf der Hauptinsel:

Da sich Agentin Percival in Andria schon etwas auskennt, im Gegensatz zu Nolte, der zum erstenmal hier ist, übernimmt sie die Führung. Unweit von Babaal, der Hauptstadt Andrias, in einem Dorf an der Küste, finden sie das für ihre Zwecke perfekt geeignete Hotelzimmerchen.

Gewöhnlich bedeutet „eine Romanze haben“ für Geheimagenten, sich gegenseitig „intensiv zu informieren“ …

Dass Nolte, wie er behauptet, auf die Surfer-Insel Lavienta wolle, um zu surfen, glaubt Trisha sowieso nicht, also gibt er zu, dass er im Bereich Personenschutz aktiv ist und für ihn auf Lavienta ein sogenannter Body Job ansteht. Trisha, deren Ziel Matoxa ist, eine andere Insel des Archipels, gibt ihrerseits zu, dass es auch bei ihrer Mission nur scheinbar darum geht, Eingeborene in einem Reservat mit medizinischen Hilfsgütern zu versorgen. Bevor sie nach Matoxa weiterreist, habe sie hier auf der Hauptinsel jemandem etwas zu übergeben, jemandem, der ebenfalls, so wie sie, für eine Organisation namens Service of Intelligence unterwegs ist, und der dieses „Etwas“ – ein Päckchen von Geo Rey – nach Lavienta weiterbefördern soll.

Da Nolte tatsächlich auch für den SI genannten Service of Intelligence arbeitet und sein Ziel ja nun mal Lavienta heisst, kommt als der „Jemand“ wohl nur er infrage. Davon allerdings, Kurier zu spielen für den Ober-Gangster, ist er alles andere als begeistert. Denn die Jenkins Security hat, wie er sich denken kann, auch Andria im Blick, und zwar jede der Inseln, und angesichts der Mittel, die dieser Firma zur Verfügung stehen – immerhin ist sie Aug und Ohr der Weltregierung –, tendiert seine Chance, unbehelligt von den Jenkins diesen Auftrag auszuführen, gegen null. Schnitt.

Sicherlich war für den Ich-Erzähler Disziplin vonnöten, um die Drogenparty um ihn her zu ignorieren, heldenhafte Anstrengungen aber keineswegs. Als das akute Angstgefühl erstmal verschwunden ist und dann mit fortschreitender Abstinenz überhaupt alle Beklemmung von ihm weicht, entdeckt er wie neu, was wirklich wirklich für ihn ist, und das auf denkbar unspektakulärste, leiseste Weise: in immer tiefer werdender Stille. Das verändert ihn, und mit ihm beginnt sich im Zuge der Ausnüchterung – die Leila und Alonso übrigens in keinster Weise zu behindern versuchen – auch die Insel Lavienta zu verändern.

Fassen wir zusammen:

In den ersten Kapiteln des Golden-Romans bahnte sich an, dass der Weg in Richtung Umkehrung, nämlich von einer simulierten Realität hin zu einem Erwachen daraus, auf ein Sterben hinausläuft.

In den Anfangskapiteln des Ureal-Romans führte der Weg in Richtung Umkehr von der Totalberauschung hin zu einem ernüchterten Zusichkommen, in eine Stille.

Im dritten Roman nun ist die Strecke bis zur Umkehrung sehr viel kürzer. Es ist die Normalität, von der diese Geschichte ihren Ausgang nimmt, und hier stürzt der Protagonist gleich zu Beginn ins Ungewisse, das heisst fällt aus dem Alltäglichen heraus; und dieses Herausfallen ist bereits die Umkehrung …

Flysh beginnt auch nicht wie Ureal und Golden am Himmel, im Fluge, sondern am Boden, in Frankfurt am Main, und der Ich-Erzähler heisst einfach Schell und ist Taxifahrer.

Der Mann, den dieser Ich-Erzähler sich angewöhnt hat, jeden Morgen im Spiegel zu sehen, ist kein Jungspunt mehr, aber mit seinen vierzig Jahren auch noch kein alter Knacker. Nach den Maßstäben der Gesellschaft, in der er lebt (Deutschland heute), müsste man ihn wohl einen Extremisten nennen, da die Tätigkeit, die ihm die wichtigste ist, weder ein Ziel hat, noch einen Nutzen, noch materiell ihm etwas einbringt, und er dennoch dieser Tätigkeit – dem Schreiben nämlich – seit fast zwanzig Jahren alles andere unterordnet. Und die Geschichten, die er schreibt, sind ganz genauso:

Ein Ort, ein Wort, ein Satz, ein Bild erregt in ihm die Lust zu schreiben, und diese Lust hält vor, solange er nicht weiss, wohin die Reise geht, solange die Geschichte im Mysteriösen sich bewegt. Es ist das Ungewisse, das ihn inspiriert. Dann kommt der Punkt, an dem er sieht: nur so und nicht anders kann es weitergehen; und damit ist die Geschichte für ihn fertig. Alles weitere ist nun kein Schreiben mehr, sondern wäre nur noch Aufschreiben, und da kommt ihm die Lust abhanden. Erst dann kehrt sie zurück, wenn er ganz neu wieder irgendwo anders ansetzt, wenn erneut das Ungewisse vor ihm liegt. So bleiben all seine Geschichten unfertig nach aussen hin.

Man kann diesen Schell mit einiger Berechtigung als eine „verkrachte Existenz“ betrachten, kann aber ebenso berechtigterweise feststellen, dass er konsequent macht, was er will. Genau das war es, was Ingrun, die Frau, mit der er zuletzt einige Jahre zusammenlebte, an ihm bewundert hatte. Bis die Bewunderung dahinschwand und schliesslich in Verachtung umschlug. Was als sein Freiheitsrecht ihm völlig selbstverständlich war, darin sah plötzlich Ingrun nur noch krassen Egoismus. Und wohin hatte das geführt? Dahin, dass sie sich gegenseitig Egoismus vorwarfen, und das natürlich zu recht. Wodurch die Liebesbeziehung sich in eine Krise verwandelte, die erst ihre Lösung fand, als Ingrun ihn hinauswarf, aus ihrem Leben wie aus ihrer Wohnung.

Er hat Unterschlupf gefunden bei Manne, Chef der Firma Manne’s Taxi, der mit seiner Freundin Uschi eine ehemalige Tankstelle am Stadtrand von Frankfurt bewohnt, gemeinsam mit einem Grüppchen sozial entgleister Jugendlicher, sowie einigen Existenzen, die am ehesten wohl, ähnlich wie Schell, der Kategorie „provisorisch“ zuzurechnen sind. (Dazu gehört beispielsweise ein mysteriöser Typ namens Gottfried Nolte, der viel auf Reisen ist, beruflich tätig im Bereich Personenschutz.)

Nicht nur ist Manne, der Chef, Schell’s bester Freund, sondern ausserdem sein treuester Leser, und damit auch derjenige, der sein Werk am genauesten kennt, genauer sogar als er selbst, wie Schell manchmal den Eindruck hat. Deshalb darf Manne ihn scherzeshalber den „Allwissenden Kreator“ oder „Herrn des Flyshwerks“ nennen, denn was er damit spöttisch bemäntelt, ist durchaus wertschätzend gemeint. Er hat nämlich erkannt, dass all die unfertigen, nicht zuende aufgeschriebenen Geschichten – die Schell in ihrer Gesamtheit „Flysh“ nennt – ein zusammenhängendes Gefüge bilden.

Sich selbst übrigens empfindet Schell keineswegs als autonom oder gar frei, und ebensowenig als „verkracht“ im Sinne von gescheitert. Vielmehr sieht er sich, je nach Stimmung, als mal etwas freier, mal etwas verkrachter, und insofern einfach als mal mehr, mal weniger repräsentativ für die Gattung Mensch, wie sie derzeit diesen Erdball bewohnt. Daher würde er sein Selbstbildnis ohne weiteres mit Otto Normal betiteln; und deshalb wundert uns auch nicht, dass ihm sein Taxi-Job Spaß macht und er sich da am Stadtrand als Mitglied der „Tankstellen-Gemeinde“ recht wohlfühlt: weil schon das allein, überhaupt einen Job zu haben und ein Dach überm Kopf, sich gut für ihn anfühlt.

Was nun unseren Ich-Erzähler Schell aus dieser ihm so angenehmen Normalität hinauskatapultiert, beginnt mit einem Schlüssel, den eine Kundin auf der Rückbank seines Taxis findet und der, wie sich herausstellt, zu einem Schliessfach am Hauptbahnhof gehört. Was ist damit anzufangen? Als er am Abend Freund Manne darüber befragt, geht dieser darauf gar nicht ein, zeigt ihm stattdessen auf seinem Laptop, was er im Internet entdeckt hat: ein Weblog namens Schells Bureau. Und der Text, den er da liest, beschreibt genau die Szene, die sich gerade abspielt …

Ich scrolle – und erstarre: Was lese ich da?

Er kann es nicht fassen: Da steht geschrieben, was jetzt, in diesem Augenblick, real ist …

Doch dieser Schell von Schells Bureau ist ein anderer Schell als er, muss ein anderer sein, denn er hat nichts mit diesem Ding zu tun, dessen ist er sich vollkommen sicher. Manne widerspricht dem nicht, er sieht ja Schell zutiefst erschrocken; kann ihm höchstens dadurch den Schrecken zu verkraften helfen, indem er selbst Gelassenheit zeigt.

In der folgenden Nacht sitzt Schell vor diesem gespenstischen Weblog und sieht da geschrieben auf dem Bildschirm, was er denkt; liest online, wie er versucht, um an der Absurdität dieser unmöglichen Situation nicht irre zu werden, sich dazu irgendwie in ein rationales Verhältnis zu bringen. Es kommt zumindest folgende Erkenntnis dabei heraus:

Menschen, deren Gehirne direkt ans Netz angeschlossen sind, können ein Programm aktivieren, das sie für die Real-Technik freischaltet. Es werden ihnen dann Umwelten nach Wunsch in die Köpfe projiziert. Zum Glück kann man die Sucht, die das erzeugt, durch ein spezielles Brainwash-Programm wieder loswerden.

Tags darauf entschliesst sich Schell, jenen Schlüssel zu benutzen. Was er schon ahnt – dass der ihm zugespielt wurde –, bestätigt sich: Er findet in dem Bahnhofsschliessfach ein Objekt, das er auf Anhieb als ihm zugedacht erkennt. Die kleine Plastikfigur, eine sogenannte Azuette, ist die Nachbildung einer Statuette aus Stein, die in seinen Geschichten eine so wichtige Rolle spielt; die nämlich König Azuma darstellt, die zentrale Gestalt in dem besagten Gefüge namens „Flysh“. Er hält hier also ganz real etwas in Händen, von dem er bis jetzt glaubte, es existiere allein in seiner Phantasie. Und das ist ein weiterer Schock für ihn.

„Herr des Flyshwerks“? „Allwissender Kreator“? Er sieht sich in ein Spiel gezogen, in sein eigenes – ist darin plötzlich selber eine Spielfigur. Der Kreator ist über Nacht zur Kreatur geworden, der Herr zum Knecht im Flyshwerk … Ist das eine Katastrophe? Oder etwa eine Art Befreiung? Klar ist ihm nur, dass es, wenn er nicht aufpasst, in Richtung Wahnsinn geht; und sollte er auch gezwungen sein, alles mögliche zu akzeptieren, dies eine aber wird er keinesfalls zulassen: verrückt zu werden an seinem eigenen Spiel.

Eine Antwort auf I.2

  • Mit der “Information” wird es so nichts! Da wir alle “enaktiv” leben, d.h. nicht mit der Welt, sondern in der Welt, nehmen wir keine “Informationen” auf und verarbeiten auch keine solchen; das Gehirn ist ein Beziehungsorgan, demgemäss, nennen wir es Reize oder gar “Informationen” von extern, kreieren wir in unserem Bewusstsein, es sind also in der Tat alles Kreationen, welche unser Arbeitsgedächtnis beschäftigen, und dann eventuell unsere Mitmenschen ebenfalls. Gedanken schaffen Realität. Nicht Wahrheit!!
    Soweit zum aperò………….
    Doc

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Der Autor

Matthias Scheel, geboren 1961 in Ostwestfalen, lebt seit 1999 in Freiburg im Breisgau

Werdegang:

  • Waldorfschüler
  • Kriegsdienstverweigerer
  • Bergsteiger
  • Student
  • Tierschutz-Aktivist
  • Möbelpacker
  • Handlanger beim Film
  • Paketzusteller
  • Schriftsteller
  • Kellner
  • Nachtportier
  • Touristenführer
  • Chauffeur
  • Schüler der Snowlion School
  • Seit 2004 Massage-Therapeut

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Wer mich kontaktieren möchte, sende mir eine E-Mail mit dem Vermerk 'Schells Bureau' an: matthias.scheel[at]posteo.de